Paul Clark

Ich kann kaum glauben, dass wir mit „Leben mit Vision“ bereits in der fünften Woche sind. Es ist ermutigend zu hören, wie der Herr während dieser Zeit zu vielen von euch gesprochen hat.

Wir wären alle gerne Superstars. Elvis Presley verkaufte 25 Millionen Alben, produzierte 33 Filme und hatte rund um den Globus eine Milliarde Fans. (1)

Noch heute, 40 Jahre nach seinem Tod übt seine Musik einen Einfluss aus. Doch trotz seines Ruhmes war Elvis nach Aussagen seiner Freunde eine sehr unerfüllte und unglückliche Person. Er starb mit 42 an Übergewicht und einer Überdosis Tabletten. 

Elvis ging als Teenager viele Jahre lang in eine Pfingstgemeinde in Memphis, doch sein Pastor James Hamil sagte einmal, dass er, als er berühmt wurde, nicht mehr zu Gemeinde kam.

Interview mit seinen Frau Pricilla: Elvis fand nie eine Antwort darauf, wer er war und was seine wirkliche Berufung im Leben war. Er wusste, dass es irgendetwas geben musste, wofür es zu leben sich lohnt, vielleicht zu predigen, zu dienen oder Menschen zu helfen. Das war tief in ihm – aber unerfüllt. So ging er immer wieder auf die Bühne und musste so nicht mehr darüber nachdenken.

Viele Mensch kommen vor wie Elvis Presley. Sie haben diese Ahnung, dass sie hier sind mit einer Absicht, einem tieferen Sinn. Aber sie haben keine Ahnung, was das ist.

Die Entscheidung, Jesus nachzufolgen, ist die wichtigste Entscheidung, die wir je treffen werden.

Das Leben ist wie eine Münze. Man muss sich entscheiden, wofür man sie einsetzen will, denn man kann sie nur einmal ausgeben.

Deshalb machen wir 40 Tage Leben mit Vision damit, Gottes Ziele für unser Leben klarer werden.

Schlüsselwort für Leben mit Vision

Epheser 2,10 HFA: Gott hat etwas aus uns gemacht: Wir sind sein Werk, durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Damit erfüllen wir nur, was Gott schon immer mit uns vorhatte.

Gott hat dich gemacht. Er hat dich geformt, du bist sein Werk. Er schuf dich um Gutes zu tun. Du bist geschaffen zum deinen Beitrag zu geben, nicht nur um zu konsumieren. Du sollst einen Unterschied ausmachen.

Nicht die Länge deines Lebens macht ein erfülltes Leben aus. Es ist das, was du in dieser Zeit gibst, was zählt.

Wir sind gewohnt zu konsumieren. Aber an dieser Stelle sollten wir umdenken. Wir sind alle zum Dienst geschaffen.

1 Petrus 4,10 NLÜ: Gott hat jedem von euch Gaben geschenkt, mit denen ihr“ – reich werden sollt? Nein, mit denen ihr „einander dienen sollt.

Das Hauptziel: Gott dienen, in dem ich anderen diene

Wir nennen das ‚Dienst’ oder ‚Mitarbeit’.

Das Wort „dienen“ gefällt vielen Menschen nicht, weil es negativ belegt ist.

Ronald Reagan sagte einmal: „Es ist richtig, dass harte Arbeit noch nie jemanden umgebracht hat. Aber warum sollte ich das Risiko eingehen?“

Man kann es auch ‚allgemeines Priestertum’ nennen. Nicht jeder ist ein Pastor, aber alle Christen sind Diener.

Für mich ist jedes Gemeindemitglied ein Mitarbeiter. In der Bibel wird viel von Arbeitern, aber nur wenig von Mitgliedern gesprochen.

Wenn du Jesus nachfolgst, dann bist du auch sein Mitarbeiter. Egal ob du jung oder alt bist, Mann oder Frau – du bist ein Diener.

Jüngerschaft bedeutet – Mitarbeiter in Gottes Reich!

Jesus als unser Vorbild: Gott ist unsere Herzenshaltung wichtig. 

Das Gegenteil von dienen ist Konkurrenz Denken.

Einige der Jünger Jesu hielten sich für die Größten. Das war keine schöne Situation, und sie trug nicht gerade dazu bei, dass sie zu den anderen Jüngern eine gute Beziehung hatten. Die Einstellung: „Ich bin besser als du“ wirkt sich auf jede Beziehung negativ aus.

Jesus sagte zu seinen Jüngern, sie sollten einander dienen. Das sollten wir auch heute noch tun.

Matt. 20, 27 So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht,

Eltern sollten sagen: „Ich habe die Autorität, aber ich diene meinen Kindern.“

Ehemänner sollten sagen: „Ich diene meiner Frau.“

Chefs sollten sagen: „Ich diene meinen Mitarbeitern.“

Matt. 20,28 LUT: Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.

Diese Bibelstelle von Jesus bewegt mich sehr.

  • Jesus ließ die Kinder zu sich zu kommen!
  • Jesus diente der Frau, die Ehebruch begangen hatte (Johannes 8).
  • Jesus wusch die Füße seiner Jünger (Johannes 13).

Ein Leiter sollte auch ein Diener sein.

Der Begriff „Servant leadership“ – auf Deutsch etwa: „Dienende Leiterschaft“ – wurde von Robert Greenfield geprägt. Leiterschaft kann man sich vorstellen wie eine Pyramide, die auf der Spitze steht. Der Leiter ist am untersten Punkt und trägt die Verantwortung, allen zu dienen, die über ihm sind.

Aber deine Haltung zeigt deine Reife!  Gott ist es wichtig, dass du deinen DIENST entdeckst, aber es ist ihm ebenso wichtig, dass du das Herz eines Dieners hast.

Die wichtigste Entscheidung, die du täglich treffen kannst, betrifft deine Einstellung.  

Gott möchte, dass wir lernen, wie sein Sohn Jesus zu sein.

Wie leben echte Diener?

1 Echte Diener stellen sich selbst zum Dienen zum Verfügung

Jesus: An ihren Taten wird man sie erkennen.

Prediger 9,10 LUT: Alles, was deine Hand zu tun findet, das tue in deiner Kraft.

In seinem Buch „Leben mit Vision“ schreibt Rick Warren, dass er von Gabentests nicht begeistert ist. Er sagt, wir können viel besser herausfinden, was unsere Gaben sind, wenn wir einfach etwas tun, mit dem wir anderen dienen. Das ist „Learning by doing“ – Lernen durch Ausprobieren!

Wenn Gott uns eine Aufgabe zeigt wird er uns auch dazu befähigen.

Vielleicht hast du schon an dem ein oder anderen Ort gedient, aber möglicherweise hat Gott eine ganz andere Aufgabe für dich in der Gemeinde. Ich habe im Lauf der Jahre viele Menschen gesehen, die in Bereichen dienen, die sie nie für möglich gehalten hätten. Sei offen für Neues. Vielleicht solltest du im Kinderdienst der FCG Bregenz mitarbeiten. Wir könnten deine Hilfe definitiv gebrauchen!

Wenn wir immer nur das tun, was wir schon können, dann werden wir immer das bleiben, was wir heute schon sind.

Johannes Justus: Glaube befähigt zum Handeln. „Es gibt keine Sofasalbung.“ Don’t be a couch potato!

Wenn du dir das vorstellen könntest, würde ich mich freuen, im Oktober einen Kaffee mit dir zu trinken. Ich möchte dich ermutigen, für neue Möglichkeiten zu dienen offen zu sein. Das ist eine begeisternde Zeit für unsere Gemeinde in Bregenz!

2 Echte Diener achten aufmerksam auf die Bedürfnisse anderer Menschen 

Galater 6,10 Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.

Es ist sehr wichtig, dass wir mit offenen Augen durch unsere Stadt gehen und versuchen den Menschen zu helfen, die in Not sind.

Es erstaunt mich immer wieder zu sehen, dass Menschen wie Mutter Teresa, die es sich zum Lebensinhalt gemacht haben, anderen zu helfen, die glücklichsten Menschen auf der Welt sind.

Mutter Teresa: Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist. Wir können keine großen Dinge vollbringen – nur kleine, aber die mit großer Liebe.

3 Echte Diener machen das Beste aus dem, was sie haben

Sie warten nicht oder sage ich warte bis die Zeit reif ist. 

Prediger 11,4: Wer auf den Wind achtet, der sät nicht, und wer auf die Wolken sieht, der erntet nicht. 

Wahre Diener erwarten nicht, dass alles perfekt läuft – sie sind einfach für andere da und unterstützen sie, ohne zu murren.

Nike Werbung: Just do it!

4 Echte Diener erledigen jede Aufgabe mit der gleichen Hingabe

Kolosser 3, 17: Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen…

Große Gelegenheiten verbergen sich oft in kleine Aufgaben.

Ein Beispiel: Mose wurde in einem kleinen Weidenkorb  versteckt. Das war nur eine kleine Tat, doch durch diese kleine Tat wurde ein ganzes Volk gerettet.

Kämpfe nicht darum, eine Position zu erlangen – diene einfach!

Kämpfe nicht um Position, diene nur!

Römer 12, 11 u. 12a.  Bewältigt eure Aufgaben mit Fleiß und werdet nicht nachlässig. Lasst euch ganz von Gottes Geist durchdringen und dient Gott, dem Herrn. Seid fröhlich in der Hoffnung darauf, dass Gott seine Zusagen erfüllt.

Ich möchte alles, was ich tue, voller Hingabe tun, ob ich nun predige oder den Müll hinaustrage.

5 Echte Diener erfüllen ihren Dienst zuverlässig 

Bitte nicht halbherzig handeln! 

Lukas 16 10: Wer im kleinen True ist auch im großen Treu

Matt. 25,23: Recht so, du guter und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!

Mother Teresa: Ich bete nicht um Erfolg, ich bete um Treue.

John Lindell: Deine Treue, mit der du heute deine Gaben entwickelst, wird in deiner Zukunft Türen öffnen.

6 Echte Diener üben Zurückhaltung 

 Diener Preisen sich nicht 

1.Petrus 5,5: Alle aber miteinander bekleidet euch mit Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 

Du solltest nicht sagen: Ich bin stolz darauf, dass ich demütig bin.

Es geht nicht um Selbstdarstellung 

Stolz kommt vor dem Fall!

Stell dir doch einmal die Frage: Bin ich bereit, im Hintergrund zu arbeiten, wo mich niemand sieht?

In unserer Gemeinde in Saarbrücken sagte mir einmal eine Universitätsstudentin, dass sie glaubte, es sei wichtiger, an unserem Informationsstand in der Stadt zu arbeiten, als die Gemeinde zu putzen. Ich sagte ihr, dass kein Dienst wichtiger ist als der andere.

Mein Freund Jürgen, der auch Pastor war und jetzt beim Herrn ist, erzählte mir einmal, dass oft junge Menschen zu ihm kamen und sagten, sie fühlten sich dazu berufen, große Dinge für den Herrn zu tun. Dann fragten sie ihn, wie sie sich auf den Dienst vorbereiten könnten. Jürgen antwortete ihnen immer: „Die beste Vorbereitung besteht darin, in der Gemeinde zu dienen und die Toiletten zu putzen.“

Das Putzen ist genauso wichtig, wie vor der Gemeinde zu stehen und das Evangelium zu predigen.

Wir sind der Leib Christi – jeder Dienst ist wichtig.

Ich freue mich sehr darüber, wie viele von euch sich in der Gemeinde engagieren.

Gott hat noch Großes mit uns vor!

Für dich und auch für die Gemeinde gilt: Das Beste kommt noch

Epheser 3, 20-21 HFA: Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt. Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde durch Jesus Christus ewig und für alle Zeiten loben und preisen.

Schluss!

Mutter Teresa: Die Frucht des Gebetes ist der Glaube. Die Frucht des Glaubens ist die Liebe. Die Frucht der Liebe ist das Dienen. Die Frucht des Dienens ist der Friede.

1 kor 15, 58: Darum, meine lieben Brüder und Schwestern, seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

Frage: Welches der sechs Merkmale echter Diener stellt für mich die größte Herausforderung dar?

Diese Merkmale bringe ich vor dem Herrn im Gebet.

1 Wir stellen uns selbst zum Dienen zum Verfügung.   Jederzeit bereit!

2 Wir wollen die Bedürfnisse anderer Menschen sehen. Wir müssen uns aus unserer Komfortzone herausbewegen.

3 Wir machen das Beste aus dem, was wir haben. Wir sollten uns nicht beklagen, wenn nicht alles so ist, wie es sein sollte.

4 Jede Aufgabe wollen wir mit der gleichen Hingabe. Keine Aufgabe ist zu klein oder unwichtig für mich.

5 wir wollen zuverlässiger in alle dem was wir tun.  Treue ist der Schlüssel.

6 Üben Zurückhaltung. Ich möchte demütig bleiben und kein Besserwisser sein.

(1) Bitte beachtet, dass die Sätze in Kursivschrift Zitate aus den Leben mit Vision-Unterlagen sind, die für die Gemeinden bereitgestellt wurden.