Paul Clark

1 Korinther 15,58: Darum, meine lieben Brüder und Schwestern, seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

1 Korinther 15,58a  NGÜ:  Haltet daher unbeirrt am Glauben fest, meine lieben Geschwister, und lasst euch durch nichts vom richtigen Weg abbringen.

Wie bleibt man fest oder unerschütterlich im Glauben wenn Krisen kommen?

1 Samuel 30, 6: Und David geriet in große Bedrängnis, weil die Leute ihn steinigen wollten; denn die Seele des ganzen Volks war erbittert, ein jeder wegen seiner Söhne und Töchter. David aber stärkte sich in dem HERRN, seinem Gott.

David war durch seine dauerhaft enge Beziehung zu Gott fähig und darauf vorbereitet, mit schwierigen Umständen fertig zu werden.

Sich selbst tagtäglich im Herrn zu stärken ist lebensnotwendig für uns als Christen, weil wir oft allein stehen in unseren Krisen und kein Pastor oder Seelsorger für uns da.

Sich selbst zu stärken im Herrn wie David kommt nicht automatisch wie ein Blitz von Himmel.

David hat sicher über die Jahre gewisse geistliche Disziplinen gelernt die sein Glaubensleben gestärkt hat.

Das Ziel noch einmal: Wir wollen unbeirrt an unser Glauben festhalten, gerade wenn dunkle Tage kommen.

Sechs Basics um unser Glauben zum stärken:

1. Jeden Tag Gottes Wort aufnehmen.

Psalm 119,105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

2. Jeden Tag im Gebet bleiben.

Bettina von Bracken: Gott schenkt während des Gebets die Wende in den Gedanken, neue Erkenntnis, neues Vertrauen, neue Hoffnung und Dankbarkeit. Er führt uns zurück zu seiner Güte.

John Lindell: Zeit in Gottes Gegenwart stärkt deine Entschlossenheit, mehrt deinen Glauben und gibt dir eine frische Perspektive.

3. Jeden Tag Gott loben und danken.

Psalm 103: 1-2: Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

Der Psychotherapeut Professor Henning Freund schreibt wie wichtig Dankbarkeit ist um gesund zu werden und gesund zu bleiben:  „Wir Menschen beklagen uns so oft, dass der guten Tage so wenig sind und der schlimmen so viel, und mich dünkt, meist mit Unrecht. Wenn wir nur immer ein offenes Herz hätten, das Gute zu genießen, das uns Gott für jeden Tag bereitet; wir würden alsdann auch Kraft genug haben, das Übel zu ertragen, wann es kommt.“ Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schrieb diese Worte vor rund 200 Jahren. Aber sie scheinen von zeitloser Aktualität zu sein. Tippt man in die Internetsuchmaschine Google die Frage „Warum lässt Gott Leid zu?“, so bekommt man über 500.000 Treffer; die Suche nach „Warum lässt Gott so viel Gutes zu?“ erbringt einen einzigen. (IdeaSpektrum, Nummer 39, 28. September 2016, S. 17)

1 Thessalonicher. 5,18: Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

4. Täglich passen wir gut darauf auf, was wir sehen oder hören.

Wenn Gift in unser Seele und Gedanken kommt, werden wir geistlich schnell geschwächt.

Hier macht der Feind Überstunden, weil er unsere Schwächen besser als jeder andere kennt! Er weiß wo wir anfällig sind.

Rick Warren: Weise Menschen beschützen ihren Verstand. Sie lassen nicht einfach alles in ihren Verstand dringen. Sie halten das Gift fern.

Im 18 Jahrhundert sagte John Wesley jeden Tag zu seinen Mitarbeitern: „Lass uns heute heiliger leben als gestern.“

Jerry Bridges: Die persönliche Beziehung zu Christus nährt unseren Dienst. Der Heiligkeit nachzujagen, hält unsere Seele in Form.

5. Täglich nehmen wir immer mehr zu im Werk des Herrn.

1 Petrus 5,10-11: Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes: Wenn jemand redet, rede er’s als Gottes Wort; wenn jemand dient, tue er’s aus der Kraft, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesus Christus. Ihm sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit!

6. Täglich lernen wir aus Erfahrungen, guten oder schlechten, und wachsen dadurch im Glauben.

David wuchs durch gute und schwierige Situationen in seinem Leben in seinem Glauben. Diese Erfahrungen machten es möglich, dass David geistlich stark war, wenn schwere Krisen kamen.

Übrigens: Krisen schaffen Möglichkeiten für geistliches Wachstum. 

Jakobus 1,2-4 Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet, indem ihr erkennt, dass die Bewährung eures Glaubens Ausharren bewirkt. Das Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt.

John Ortberg: Die Wüsste ist der Ort, an dem man lernt zum gehorchen, wenn gehorsam nicht so einfach ist. Deshalb kann die Wüste der Ort sein, an dem man in besonderem Maß gestärkt wird.

David Kinnaman: Gott formt uns stärker durch Versagen als durch Erfolg. (David Kinnaman)

Aus dem Tief in meinem Leben kann ein Leben mit Tiefe werden.

Andreas Herman: Schmerz und Vergangenheit sind oft wie ein Schleifstein. Ob er uns zermalmt oder poliert, hängt von den Entscheidungen ab, die wir mit Gott treffen.

Möge Gott uns helfen immer tagtäglich die richtigen Entscheidungen zu treffen

Gottes Plan für Dein Leben ist weit größer als die Umstände in Deinem Alltag!

Gott verspricht eine sichere Landung, aber keine ruhige Reise.

1 Korinther 15,58: Darum, meine lieben Brüder und Schwestern, seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.