Paul Clark

Hebräer 11 beschreibt die Glaubenshelden im Alten Testament.

Im nächsten Kapitel des Hebräerbriefs sehen wir die „Glaubenshelden“,  als Zuschauer vom Himmel aus,  die Christen auf Erden anspornen in ihrem Wettlauf im Stadion des Lebens. Das ist ein großartiges Bild davon, was es heißt, dem Herrn nachzufolgen. Wir laufen einen Marathon, nicht einen Sprint. Gläubige, die dieses Rennen schon vor uns gelaufen sind, feuern uns an und ermutigen uns, den Wettlauf  zu Ende zu bringen.

Hebräer 12,1:  Da wir nun so viele Zeugen des Glaubens um uns haben, lasst uns alles ablegen, was uns in dem Wettkampf behindert, den wir begonnen haben – auch die Sünde, die uns immer wieder fesseln will. Mit Ausdauer wollen wir auch noch das letzte Stück bis zum Ziel durchhalten.

Wie wäre es, wenn einer dieser Glaubenshelden heute zu uns sprechen könnte?

Was würden sie sagen?

Welche Ermutigung würden sie uns geben für unseren Wettlauf?

Heute kommen wir zum Teil 4 unserer Serie.

Wir haben schon das Leben von Jesaja, Jona und Elisa betrachtet.

Jona: Eine schlechte Entscheidung berichtigen. Wir dienen ein Gott der immer eine zweite Chance gibt.

Jesaja: Ein Leben verändert durch Gottes Gegenwart. (Jesaja 6,1-10) 

Elisa: Als Elisa Gott begegnete, wurde sein Leben sofort und unwiderruflich verwandelt. Plötzlich waren Klasse und Reichtum entbehrlich. Ein Moment kann alles verändern.
Die nächste Generation kann mehr mit Gott erleben

Heute werden wir aus dem Leben der Sarah im Alten Testament lernen.

Sarah ist ein Beispiel für jemanden, der eine Menge gelernt hat über Ausdauer. Sie und Abraham mussten lange warten, bis sie das Versprechen Gottes empfangen konnten.

Jeder von uns ist schon durch solche Zeiten gegangen, wo wir fühlten, ein Versprechen von Gott empfangen zu haben.

Wir haben etwas empfangen:

  • durch eine Predigt
  • beim Bibellesen
  • in unserer Gebetszeit
  • etwas, von dem wir wussten, Gott würde es tun.

 Und doch geschah es nicht zu der Zeit oder auf die Art, wie wir es erwartet hatten.

 Vielleicht wartest du gerade jetzt darauf, dass Gott eine dir gegebene Verheißung zur Erfüllung bringt.

Abraham empfing den Ruf Gottes, zusammen mit seiner Frau Sarah sein Heimatland und seine Familie zu verlassen. Es war nicht einfach, alles zurückzulassen und in ein fremdes Land zu ziehen.

1.Mose 12, 1-2 u. 5: Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. (anders wie Jonah) So nahm Abram Sarai, seine Frau, und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Leute, die sie erworben hatten in Haran, und zogen aus, um ins Land Kanaan zu gehen.

Die Geschichte von Abraham ist die Geschichte von Sarah.

Mitgefangen, mitgehangen!

1 Mose 15:2-4:  Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn. Abram sprach aber: Herr, HERR, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder und mein Knecht Eliëser von Damaskus wird mein Haus besitzen. Und Abram sprach: Mir hast du keine Nachkommen gegeben; und siehe, einer aus meinem Haus wird mein Erbe sein. Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein, sondern der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein. 

Nicky Gumble: Abraham wartete 25 Jahre. Mose wartete 40 Jahre. Jesus wartete 30 Jahre. Wenn Gott dich warten lässt, dann bist du in guter Gesellschaft.

1 Mose 15:4-6: Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein!  Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. 

Die Botschaft heute handelt davon, dass du Gott vertrauen sollst, auch wenn Gott nicht so schnell handelt, wie du es gerne hättest.

Warst du schon einmal ungeduldig mit Gott, weil er deine Gebete nicht beantwortet hat?        

Vielleicht gab es da in der Vergangenheit jemanden, mit dem du gerne zusammen gewesen wärest oder den du gerne geheiratet hättest? Jahre später siehst du, was aus dessen Leben geworden ist und du sagst: „Danke, Herr, dass du mein Gebet nicht beantwortet hast.“

Wenn Sarah heute mit uns laufen könnte, würde sie uns folgende Ermutigung geben:

  • „Kompliziere Gottes Verheißung nicht mit deiner Lösung!“
  • „Laufe Gott nicht voraus und versuche, Dinge geschehen zu machen…“

 1 Mose 16, 1-2: Sarai, Abrams Frau, gebar ihm kein Kind. Sie hatte aber eine ägyptische Magd, die hieß Hagar. Und Sarai sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, dass ich nicht gebären kann. Geh doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht durch sie zu einem Sohn komme. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais.

Vertraue Gott, auch wenn es lange dauert.

Vertraue Gott, auch wenn es verrückt und seltsam aussieht.

Wir wollen immer, dass alles leicht und natürlich geht, aber Gott arbeitet auf übernatürliche Weise. Wunder sind nicht immer normal. Tatsächlich wirkt Gott oftmals auf sonderbare Weise.

Mit der Geburt von Ismael wurden die Dinge sehr kompliziert für Abraham und Sarah. Ich habe nicht Zeit, ins Detail zu gehen bezüglich Ismael.

  1. Mose 18, 10-14: Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sara, deine Frau, einen Sohn haben. Das hörte Sara hinter ihm, hinter der Tür des Zeltes. Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und hochbetagt, sodass es Sara nicht mehr ging nach der Frauen Weise. Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun, da ich alt bin, soll ich noch Liebeslust erfahren, und auch mein Herr ist alt! Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Sollte ich wirklich noch gebären, nun, da ich alt bin? Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen übers Jahr; dann soll Sara einen Sohn haben.

Vertraue Gott, auch wenn es unmöglich scheint.

Hebräer11,11: Durch den Glauben empfing auch Sara, die unfruchtbar war, Kraft, Nachkommen hervorzubringen trotz ihres Alters; denn sie hielt den für treu, der es verheißen hatte.

Sarahs Worte der Ermutigung an uns heute:

 1 Versuche nicht Gott vorauszulaufen, wenn er dir nicht schnell genug scheint.

 Manchmal bin ich eine sehr ungeduldige Person, fragt nur meine Frau. Am liebsten wäre mir, es wäre alles schon gestern erledigt worden. Wie viele von euch sind nicht geduldig?

Vielleicht macht ihr es wie ich und betet: Gott, gib mir Geduld und gib sie mir sofort!

Sofort ist schnell genug! Fastfood als Bespiel.

Manchmal versuchen wir, Gott vorauszulaufen, weil er uns nicht schnell genug ist, aber letztlich treffen wir dadurch Entscheidungen, die wir später bedauern.

1.Petrus 3,9:  Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. 

“Ok, aber es geht so langsam. Was soll ich tun, während ich warte?”

Psalm 37,7a:  Sei stille dem HERRN und warte auf ihn. 

Ich schlage dir für diese Woche vor: Nimm dir während des Tages 10 Minuten Zeit, nur um still zu sein. Schalte vielleicht Lobpreismusik ein, aber sei einfach still. Du musst nicht beten oder Bibel lesen, sei einfach still. Ich verspreche dir, du wirst Gottes Gegenwart und Frieden in deinem Herzen spüren.

Psalm 37,7b: Entrüste dich nicht über den, dem es gut geht, der seinen Mutwillen treibt. 

Oft machen wir uns Sorgen, wir könnten etwas verpassen oder jemand anderer könnte einen Vorteil bekommen. Was ist, wenn er oder sie die Beförderung in der Arbeit bekommt und ich nicht? Wir denken immer an das, was uns wehtun könnte.

Sei still, sperre die Stimmen weg und warte geduldig auf Ihn und Sein Handeln!

 

  1. Wenn du warten musst, konzentriere dich auf das, was in dir geschieht und nicht auf das, was dir geschieht.

 Wenn dir etwas geschieht, rate mal, was! Gott will etwas in dir tun.

Wir jammern laut: „Gott, ich will nichts lernen, hilf mir nur da heraus!“

Helmut Schmidt: Wollen wir denn auch noch Weltmeister im Jammern werden?

Gott ist mehr interessiert an unserem Charakter als an unserer Bequemlichkeit!

Beispiel: Eltern, genauso macht ihr es mit euren Kindern am Morgen, wenn ihr sie aufweckt zum Schule gehen. Ihr macht sie nicht nur fertig für die Schule, sondern hoffentlich redet ihr mit ihnen über wichtige Dinge und lehrt sie dabei.

Viele Dinge geschehen, während sie sich vorbereiten, in die Schule zu gehen.

Nicky Gumble: Wer du bist, während du wartest, ist genauso wichtig wie das, worauf du wartest.

Philipper 1,6:  …und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. 

Eigentlich mag ich die nächste Schriftstelle nicht, auch wenn ich weiß, sie spricht die Wahrheit.

Jakobus 1:2-4:   Liebe Brüder und Schwestern! Betrachtet es als besonderen Grund zur Freude, wenn euer Glaube immer wieder hart auf die Probe gestellt wird. Ihr wisst doch, dass er durch solche Bewährungsproben fest und unerschütterlich wird. Diese Standhaftigkeit soll in eurem ganzen Leben ihre Wirkung entfalten, damit ihr in jeder Beziehung zu reifen und tadellosen Christen werdet, denen es an nichts mehr fehlt. 

Durch Bewährungsproben wird der Glauben stark.

Wir werden ärgerlich, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie sollten. Wir sind so ungeduldig, dass es uns fast krank macht.

Ob es uns gefällt oder nicht, Gott ist dabei, unseren Charakter zu entwickeln.

  1. Gott hat einen viel besseren Plan für dein Leben als du selbst!

Manchmal bilden wir uns ein, wir könnten unser Leben besser gestalten als Gott.

Das wird immer in eine Sackgasse führen.

Ich habe Menschen gesehen, die vor Gott davongelaufen sind wie Jonah. Sie haben versucht das zu tun, was sie für das beste gehalten haben. Ihre Gebete klangen ungefähr so:  Mein Wille soll geschehen, nicht Gottes Wille.

Auch Jesus fand es schwer, Gottes Willen zu tun, als er ans Kreuz ging. Er war im Garten Gethsemane mit seinen Jüngern und betete:

Lukas 22,42-44:  Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe![Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und er geriet in Todesangst und betete heftiger. Und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.] 

Aber Jesus vertraute dem Vater  – „in deine Hände lege ich meinen Geist.“

Isaiah 64,3: Denn noch nie ist einem so etwas zu Ohren gekommen. Seit die Erde besteht, hat noch niemand von einem Gott wie dir gehört oder einen Gott gesehen, der es mit dir aufnehmen könnte. Nur du kannst den Menschen, die auf dich vertrauen, wirklich helfen. 

Schluss:

Gott hat etwas Besseres für dich als den Plan, den du selbst für dich hast.

Unser Gebet:  Gott, auch wenn wir es nicht verstehen, werden wir unser Leben dir anvertrauen. Wir wissen, dass uns alle Dinge zum Besten gereichen, weil du uns liebst.

Wenn du Jesus noch nicht persönlich kennst, suche ihn und bitte ihn um Vergebung deiner Sünden.

Gottes Plan ist für mich ist immer besser als mein Plan.