Paul Clark

Es ist schwer zu glauben, dass schon ein ganzer Monat des neuen Jahres vergangen ist. Aber es sind immer noch elf Monate übrig, und ich glaube, dass in dieser Zeit gute Dinge passieren werden.

Die Zeit wartet auf niemand, auf was wartest du?  Paulus schreibt: Lass uns die Zeit auskaufen.

2018 sind bei uns bereits einige gute Dinge passiert. Am 27. Januar hatten wir ein großartiges Männerfrühstück. Einige Menschen sagten mir, wie gut ihnen der Gottesdienst am letzten Sonntag, dem 28. Januar, gefallen hat und wie sehr er sie berührt hat. Das Treffen mit unseren Taufkandidaten am Dienstag (30.01.18) war ein großer Segen für mich. Einige Geschwister erzählten die Gruppe, wie bedeutsam ihre Taufe für sie war. Eine Person berichtete, dass sie seit ihrer Taufe sowohl in ihrem Glaubensleben als auch in ihren Leben allgemein viel gefestigter ist.

Hier sind ein paar Gedanken zur Taufe, über die ich am Dienstag gesprochen habe:

Die ersten Taufen im Neuen Testament wurden von Johannes dem Täufer durchgeführt, der der Vorläufer des Messias war. Auch Jesus wollte sich von Johannes taufen lassen, doch dieser wehrte sich zuerst dagegen, weil er wusste, dass Jesus der Sohn Gottes und ohne Sünde war. Doch Jesus ermutigte Johannes, ihn dennoch zu taufen.

Ich glaube nicht, dass es ein Zufall war, dass Jesus 30 Jahre alt war, als er getauft wurde. Jemand sagte mir einmal: Wenn sogar Jesus, der vollkommen ohne Sünde war, sich taufen ließ – wie wichtig ist die Taufe dann erst für mich! Nachdem Jesus getauft worden war, sagte unser himmlischer Vater:

Lukas 3, 22: Du bist mein geliebter Sohn, der meine ganze Freude ist. Ich glaube, dass unser himmlischer Vater an jedem Einzelnen, der sich taufen lässt, große Freude hat.

Bevor Jesus in den Himmel auffuhr, erteilte er seinen Jüngern einen Auftrag. Diesen Auftrag haben auch wir heute noch.

Matt. 28,19-20 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Es ist interessant, dass der Vers: „… siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ oft auf christlichen Postkarten und Lesezeichen zu lesen ist. Doch die meisten wissen nicht, dass er mit dem Predigen des Evangeliums und der Taufe all jener, die zu Christus kommen, in Zusammenhang steht.

Die erst Taufe in der Urgemeinde. Ich mag diese Geschichte. In Apostelgeschichte 2,1-4 lesen wir, dass an Pfingsten der Heilige Geist ausgegossen wurde, wie Jesus es verheißen hatte.

Petrus predigte zu den Menschen. Er war der Versager, der Jesus dreimal verleugnet hatte. Doch nach Pfingsten und der Taufe im Heiligen Geist war er ein völlig anderer Mensch. Gott gebraucht Menschen für seinen Dienst, die zu Fall gekommen sind und vom Herrn wieder aufgerichtet wurden.

Petrus erklärte, was an Pfingsten passiert war, als die Jünger begannen, in anderen Sprachen zu reden. 

Apg. 2 16 -17a … sondern das ist’s, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist: »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch. Das bedeutet: auf österreichisches Fleisch, auf deutsches Fleisch, rumänisches Fleisch usw.

Die Menschen waren sehr berührt von Petrus‘ Botschaft:

Apostelgeschichte 2, 37-38:  Als sie aber das hörten, ging’s ihnen durchs Herz und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. 

Apostelgeschichte 2,41: Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen. 

Apostelgeschichte 2,42: Sie blieben aber beständig (fest) in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.

Wir wollen uns kurz die vier Pfeiler betrachten, die in Vers 42 genannt werden. Sie dienen auch uns als Hinweise, und sie sind ein Muss für jeden Christen und jede Gemeinde.

Sie blieben fest in der Lehre.

Sie blieben in der Gemeinschaft derjenigen, die Gottes Wort lehrten.

  • Gesunde Lehre ist so wichtig.
  • Gesunde Lehre ist gut für den Menschen (Ungläubige wie Gläubige).
  • Sie ist eine Antwort des erbarmenden Gottes auf die Not des Menschen.
  • Gesunde Lehre dient dem Wachstum einzelner Gläubiger und der ganzen Gemeinde.
  • Gesunde Lehre stärkt in der apologetischen Auseinandersetzung.
  • Gesunde Lehre führt zu einer größeren Übereinstimmung zwischen Leben und Lehre, Bekenntnis und Werken.

2 Timotheus 3, 14-16: Darum bitte ich dich: Halte am Glauben fest, so wie du ihn kennen gelernt hast. Von seiner Wahrheit bist du ja überzeugt. Schließlich weißt du genau, wer deine Lehrer waren. Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen; sie hilft uns, unsere Schuld einzusehen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und so zu leben, wie es Gott gefällt. So werden wir reife Christen und als Diener Gottes fähig, in jeder Beziehung Gutes zu tun.

Hebräer 13,17 HFA: Hört auf die Leiter (Lehrer) eurer Gemeinden und ordnet euch ihnen unter. Sie müssen einmal Rechenschaft über euch ablegen, denn sie sind für euch verantwortlich. Macht ihnen das nicht zu schwer; sie sollen doch ihre Aufgabe mit Freude tun und sie nicht als eine bedrückende Last empfinden. Dies würde euch nur selbst schaden.

Neue Genfer Übersetzung:  gehorche die Verantwortlichen eurer Gemeinde und folgt ihren Weisungen! Denn sie wachen über euch ´wie Hirten über die ihnen anvertraute Herde` 

Sie blieben aber beständig (fest) im Gebet.

John Lindell: Wenn wir beten: Gott hört mehr als wir sagen, wirkt auf Wegen, die wir nicht sehen können und tut mehr, als wir uns vorstellen können.

Sie blieben Fest im Brotbrechen.

Wir feiern gerne das Abendmahl.

1 Kor. 11: 24a-25  Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.

Wir denken an die Kreuzigung! Das größte Opfer, das im Lauf der Geschichte je erbracht wurde, war, dass ein Mensch an einem hässlichen Holzkreuz sein Leben hingab – nicht nur, damit Juden und Heiden vereint würden, sondern auch damit all jene, die ihn „Herr“ nennen, den Frieden erfahren, „der allen Verstand übersteigt“. Das Erlösungswerk Gottes wurde durch Jesus vollbracht.

Sie blieben fest in der Gemeinschaft  (Gemeinde).

 „Fest“ bedeutet nicht mal so und mal so oder wann ich Lust habe. Das könnte man mit einem Cowboy vergleichen, der auf einem Pferd reitet – wenn er nicht fest im Sattel sitzt, könnte er große Probleme bekommen.

Fest gegründet in der Gemeinschaft zu sein ist so wichtig! Hier ist ein Lieblingsbibelvers, den alle Pastoren beherzigen:

Hebräer 10, 24-25: Lasst uns aufeinander achten! Wir wollen uns zu gegenseitiger Liebe ermutigen und einander anspornen, Gutes zu tun. Versäumt nicht die Zusammenkünfte eurer Gemeinde, wie es sich einige angewöhnt haben. Ermahnt euch gegenseitig dabeizubleiben. Ihr seht ja, dass der Tag nahe ist, an dem der Herr kommt. 

Barbara Hagge aus der FCG Lindau hat mir einmal folgendes geschrieben:

Paul. Ich habe das ‘Glück’, dass mir etwas fehlt, wenn ich sonntags nicht in den Gottesdienst gehe. Ich brauche es, wie die Luft zum Atmen! Insbesondere brauche ich die gemeinsame Anbetung mit meinen Geschwistern. Es gibt mir Kraft für die nächste Woche. Ich weiß nicht, wie ich ohne überleben könnte! Darüber bin ich sehr froh! Als Bekki geboren wurde, bin ich auch sofort wieder in den Gottesdienst gegangen. Wir hatten keinen Babyraum. Es war schwierig und einige Geschwister haben gemeint, es sei zu laut für ein Neugeborenes. Ich habe ihnen nicht geglaubt und habe mir die Gottesdienstbesuche nicht nehmen lassen. Ich bin sehr froh, dass Gott mich so geführt hat!

Christoph Kipping: Ein isolierter Christ wird im Lauf der Zeit wird ein glaubensschwacher Christ.

Bei der Gemeindearbeit es geht um die anderen! Wir sind kein Selbstbedienungsladen.

Hans Peter Royer: (Österreicher Evangelist der in 2013 starb): Solange wir Christen nur im Ich, Mein und Mir denken, werden wir keine Wunder erleben.

Die Gemeinde ist die einzige Vereinigung in der Welt, die zum Wohle ihrer Nicht-Mitglieder besteht.

Deshalb ziehen wir nach oben in größere Räume! Es geht nicht nur wie es jetzt bei uns ist. Wenn wir so bleiben wollen, brauchen wir die Räume nicht. (Es ist jetzt sehr kuschelig bei uns) Unsere Vision bleibt, so viele Menschen wie möglich mit dem Evangelium zu erreichen. In unserer Gemeinde kommen Menschen aus vielen Nationen zusammen – aus Österreich, Brasilien, Litauen, von den Philippinen, aus der Schweiz, den USA, Deutschland usw.

Wir mieten diese neuen Räume für die Menschen, die noch kommen werden. Wir brauchen mehr Platz. Zwei oder drei Personen haben neulich gesagt, dass die Gemeinde auf 200 Gottesdienstbesucher anwachsen wird. Wenn das tatsächlich der Fall sein wird, sind diese Räumlichkeiten wieder zu klein. Deshalb haben wir den Mietvertrag nur auf zwei Jahre abgeschlossen.

Die Gemeinde ist die Hoffnung für die Welt. Der Evangelisationsgedanke ist für uns als Gemeinde sehr wichtig. Hier müssen wir mehr tun. Wir wollen keine Christen sein, die nur nehmen und konsumieren!

Weil wir als Christen Gottes Liebe persönlich erfahren haben, wollen wir gemeinsam Menschen durch Gottes Liebe dienen! Gerne setzen wir unsere Zeit, unsere Talente, unser Geld und alles was wir haben ein, um Gottes Reich zu bauen und mitzugestalten.

Natürlich kostet es Geld, Gottes Reich zu bauen. Leider spenden Menschen wie Bill Gates oder Warren Buffet keine großen Geldsummen für die Gemeindearbeit. Gott gebraucht Menschen wie dich und mich. Ich finde es sehr praktisch und segensreich, wenn wir unseren Zehnten geben!

In einer Gemeinde in Saarbrücken, die ich gegründet habe, war eine Frau aus Ghana. Nachdem sie dem Herrn ihr Herz gegeben hatte, war es ihr sehr wichtig, mir jeden Monat persönlich 50 DM zu geben. Diese Frau verdiente nicht viel, aber sie liebte den Herrn und die Gemeinde und wollte ihren Teil beitragen.

Unsere Miete liegt jetzt einschließlich Nebenkosten bei 1400 Euro. Im Obergeschoss wird die Miete für 330m² 2800 Euro kosten. Wenn jeder aus der Gemeinde seinen Zehnten gibt, können wir diese finanzielle Herausforderung gut meistern. Wir haben schon die letzten Monate bemerkt, dass jetzt ein  Teil der Gottesdienstbesucher seinen Zehnten gibt.

  1. Korinther 9,7b: denneinen fröhlichen Geber hat Gott lieb. (2Kor 9,7; LUT)

Übrigens, hier ist ein link zur Predigt von mir zum Thema: „Die Freude des Gebens – Geben ist seliger als Nehmen.“

Es ist unbezahlbar, wenn Menschen sich für Jesus entschieden. Auch in unserer Gemeinde werden sich viele Menschen bekehren. Wir werden uns auch dieses Jahr wieder am Vorklosterfest beteiligen, das am 14. April stattfindet. Dort können wir mit Menschen ins Gespräch kommen und sie in unsere Gemeinde einladen. Wir wollen keine christliche Insel sein. Wir suchen neue Wege, um Brücken zu den Menschen zu bauen. Ich würde gerne deine Ideen hören!

Durch den Alphakurs im letzten Jahr haben sich drei Menschen für Jesus entschieden. Ich überlege noch, ob wir im April oder Mai nochmals einen Alphakurs starten sollen.Diese Worte von Paulus machen uns Mut dranzubleiben und unseren Auftrag auszuführen. Ich glaube, wenn wir an der Gemeinschaft festhalten, können gute Dinge passieren. Lasst uns nicht lau sein, sondern heiß!

Galater 6,9 HFA: Werdet nicht müde, Gutes zu tun. Es wird eine Zeit kommen, in der ihr eine reiche Ernte einbringt. Gebt nur nicht vorher auf!

Gott wirkt an uns, wenn er durch uns wirkt!

Sie blieben fest in der Gemeinschaft

Gebet: Herr, hilf uns im Gebet, in der Lehre, im Brotbrechen und in der Gemeinschaft fest zu bleiben. Du bist das Haupt der Gemeinde. Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Amen