Paul Clark

An Timotheus, meinen rechten Sohn im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und unserm Herrn Christus Jesus!“ (1. Timotheus 1,2)

In dieser Bibelpassage kann ich erkennen, welch großen Anteil Paulus am Leben und Dienst des Timotheus nimmt. Interessanterweise kehrt Paulus nicht seine Autoritätsseite hervor, sondern spricht als ein Mentor und geistlicher Vater zu Timotheus, als dieser vor großen Herausforderungen in seiner Ortsgemeinde steht.

Sicherlich erinnert sich Paulus noch deutlich an die wichtige Mentorenrolle, die Barnabas in seiner eigenen geistlichen Entwicklung gespielt hat. Es war Barnabas, der Sohn des Trostes, der sich Zeit für Paulus nahm und auch ein persönliches Risiko einging, als er den Aposteln in Jerusalem Bericht erstattete über die Bekehrung des Saulus und ihnen davon erzählte, wie ein ehemaliger Feind der Gemeinde zu einem aufrichtigen Verkünder des Evangeliums geworden war (Apostelgeschichte 9,27.28). Auch in den nachfolgenden Kapiteln in der Apostelgeschichte sehen wir, wie Barnabas Paulus in seinem Leben und Dienst ermutigt.

Zweitens erinnern mich diese Bibelverse immer daran, nie die geistlichen Mütter und Väter in meinem eigenen Leben zu vergessen, die mich an verschiedenen Punkten in meinem Glaubensleben und in meiner Entwicklung im geistlichen Dienst ermutigt haben. Nimm dir Zeit und danke dem Herrn für all die Menschen, die dich ermutigt haben in der Nachfolge Jesu. Es ist einfach gut zu wissen, dass Gott uns nicht geschaffen hat, damit wir in geistlicher Isolation leben, sondern dass er uns in eine Ortsgemeinde gestellt hat zu gegenseitiger Ermutigung.

Drittens zeigt mir der heutige Bibelabschnitt auch, wie wichtig es ist, dass wir uns selber zu geistlichen Müttern und Vätern entwickeln. Egal, wie alt wir sind: Lasst uns Ausschau halten nach Geschwistern, die wir durch Gebet und Rat ermutigen können in der Nachfolge Christi, genau wie ein Paulus einen Timotheus ermutigt hat. Neun Zehntel beim Lernen ist die Ermutigung!

Mit Gottes Hilfe wollen wir einzelne Menschen in ihrem Glaubensleben stärken und ermutigen, so dass sie heranreifen zu gesunden und starken Christen und dass ihre von Gott geschenkten Gaben und ihr Potential freigesetzt werden. Wir wollen Hoffnungsträger und Vorbilder sein und uns in aller Demut die Worte von Paulus zu Herzen nehmen: „Folgt meinem Beispiel, so wie ich dem Vorbild folge, das Christus uns gegeben hat“ (1. Korinther 11,1 – Hoffnung für alle).