Paul Clark

Ich möchte damit jedoch niemanden unter Druck setzen. Wenn du erst ganz neu zum Glauben gekommen bist, nimm dir einfach ein bisschen Zeit, um über diese Predigt nachzudenken.

Wenn du einer anderen Gemeinde angehörst und heute hier zu Gast bist, solltest du deinen Zehnten dort geben und nicht hier.

Lass mich gleich zu Anfang sagen: Du kommst auch in den Himmel, ohne dass du deinen Zehnten gegeben hast. Das beste Beispiel dafür ist der Dieb am Kreuz.

Ich glaube jedoch, dass es ein großer Segen ist, wenn wir den Herrn mit unseren Finanzen ehren.

Zwölf Gründe, warum ich den Zehnten zahle in der Orstgemeinde:

  1. Es bringt mich dazu, im Glauben und nicht „im Sehen“ zu leben.

 

  1. Ich investiere ganz konkret in das Reich Gottes.

 

Wo kein Interesse ist, wird auch nicht investiert. Es ist interessant, dass Menschen, denen der Tierschutz, Greenpeace, die Rettung der Affen in Afrika oder was auch immer am Herzen liegt, bereit sind, sogar noch mehr als 10% ihres Einkommens dafür zu investieren. Es ist tatsächlich so – für die Dinge, die wir zu unserer Priorität machen, haben wir immer Zeit und Geld.

Matt 6, 19-21: Häuft in dieser Welt keine Reichtümer an! Ihr wisst, wie schnell Motten und Rost sie zerfressen oder Diebe sie stehlen! Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, die unvergänglich sind und die kein Dieb mitnehmen kann.  Wo nämlich eure Schätze sind, da wird auch euer Herz sein.

  1. Ich möchte Gott nicht betrügen.

Maleachi 3, 8-10: Findet ihr es etwa richtig, wenn ein Mensch Gott betrügt? Ihr betrügt mich doch die ganze Zeit! Ihr entgegnet: ‘Womit haben wir dich denn betrogen?’ Ihr habt mir den zehnten Teil eurer Ernte nicht gegeben, und ihr habt den Priestern ihren Anteil an den Opfergaben verweigert. Ich, der allmächtige Gott, fordere euch nun auf: Bringt den zehnten Teil eurer Ernte in vollem Umfang zu meinem Tempel, damit in den Vorratsräumen kein Mangel herrscht! Stellt mich doch auf die Probe, und seht, ob ich meine Zusage halte! Denn ich verspreche euch, dass ich dann die Schleusen des Himmels wieder öffne und euch mit allem überreich beschenke.

Dieser Vers ist interessant, denn es ist der einzige, in dem Gott sagt: „Probiere es aus und sieh, ob es funktioniert.“ Ich glaube, Gott weiß, wie schwer es uns fällt, uns von unserem Geld zu trennen.

Aber nochmals: Hier heißt es, wenn wir geben, werden wir reich gesegnet.

Das Geben des Zehnten ist nicht nur ein Teil des Gesetzes aus dem Alten Testament.

Die Worte von Jesus!

Mat 23,23: Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr Scheinheiligen! Sogar von Küchenkräutern wie Minze, Dill und Kümmel gebt ihr Gott den zehnten Teil. Aber die viel wichtigeren Forderungen Gottes nach Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben sind euch gleichgültig. Doch gerade darum geht es hier: Das Wesentliche tun und das andere nicht unterlassen.

Jesus versichert uns in diesem Vers, dass es gut ist, den Zehnten zu geben. Aber er macht auch deutlich, dass wir noch andere wichtige Dinge tun müssen, wenn wir ihm wirklich dienen wollen.

Abraham lebte 400 Jahre vor dem Gesetz und gab 10% seines Einkommens (1.Mo. 14,20).

Auch Jakob gab den Zehnten von allem, was er besaß (1.Mo. 28,22).

Unser Zehnter gehört der örtlichen Gemeinde, die unser geistliches Zuhause ist.

Es ist nicht in Ordnung, wenn jemand seinen Zehnten einem anderen Dienst oder Pastor zukommen lässt. Natürlich steht es mir frei, was ich mit dem Rest meines Geldes mache oder wem ich etwas spende, wenn ich den Zehnten bezahlt habe.

  1. Es ist eine Vorbeugungsmaßnahme gegen ein Leben, das von Geiz und dem ausschließlichem Streben nach materiellem Besitz geprägt ist.

Geiz ist nicht Geil!

Epheser  5, 3-4: Ihr gehört zu Gott. Da passt es selbstverständlich nicht mehr, sexuell zügellos zu leben, über die Stränge zu schlagen oder alles haben (Geiz) zu wollen. Genauso wenig ist Platz für Klatsch, Sticheleien und zweideutiges Gerede. Vielmehr sollt ihr Gott danken und ihn loben.

Andreas Capellanus: Geiz treibt die Liebe aus dem Hause.

  1. Gott hat mir alles gegeben, und ich will ein guter Haushalter sein.

 

  1. Ich tue es in erster Linie für den Herrn und nicht für meine Kirche.

 

  1. Es ist ein logischer Plan, um die Ortsgemeinde zu unterstützen und tragen.

Für mich ist das Geben des Zehnten keine Voraussetzung für die Mitgliedschaft in einer Ortsgemeinde. Diejenigen jedoch, die in der Leiterschaft sind und bezüglich der Finanzen Entscheidungen treffen, sollten ihren Zehnten zuverlässig geben.

  1. Ich will mich vor der Einstellung hüten, daß die anderen es auch ohne mich schaffen können.

 

  1. Ich will ein Vorbild für meine Kinder und Familie sein.

 

  1. Ich will nicht nur ein Lippenbekenntnis abgeben, daß ich zu meiner Gemeinde gehöre.

Viele Menschen sind bereit, Gott die Ehre zu geben, aber wenige sind bereit Bares zu geben.

  1. Wenn ich in diesem Bereich nicht treu bin, wie kann Gott mir dann in anderen Verantwortungsbereichen vertrauen?

Lukas 16,10-11: Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer wird euch das wahre Gut anvertrauen?

  1. Ich will so viel wie möglich den Segen Gottes erleben.

Phil 4, 17: Dabei geht es mir gar nicht um das Geschenk, sondern um die Frucht, die daraus erwächst: Gott wird euch für eure Liebe und Fürsorge belohnen.

Manche übertreiben es ein wenig und behaupten, wenn du ihnen oder ihrer Gemeinde deinen Zehnten gibst, wirst du reich werden. Ich glaube das nicht. Gott wird uns noch mit vielen anderen Dingen segnen als nur mit finanziellen Mitteln. Das Geben unseres Zehnten ist auch keine Garantie dafür, dass für uns immer alles perfekt läuft.

In all den Jahren meines Dienstes habe ich noch nie jemanden getroffen, der es bereut hat, dass er der örtlichen Gemeinde seinen Zehnten gegeben hat.

Mir ist auch klar, dass manche Menschen nicht allein über ihre Finanzen bestimmen können, weil ihr Ehepartner nicht in die Gemeinde geht. Ich ermutige solche Menschen immer zu tun, was sie tun können. Es ist unglaublich, was passieren kann, wenn wir Gott dienen wollen.

Wenn dir 10% am Anfang zu viel erscheinen, beginne mit 3% oder 5% und warte einfach ab, was passiert. Wir werden Schritt für Schritt in unserem geistlichen Leben wachsen.

Glücklich sein heißt nicht, nur das tun, was Freude macht, sondern vielmehr das mit Freude tun, was zu machen ist.

Hier ist eine E-Mail, die ich vor einigen Jahren von Dieter Martsch bekommen habe. Er hat für John Deer in Mannheim gearbeitet und war im Gemeindedienst aktiv. Zurzeit gründet er eine Gemeinde in Göllheim bei Grünstadt in Deutschland und arbeitet nach wie vor für John Deer.

„Ich bin aber vom Herrn als Verwalter eingesetzt. Ich freue mich nun das Geld
in seinem Sinne zu verwalten. Das bedeutet zwar immer noch den 10ten ins Vorratshaus welches die lokale Gemeinde ist, aber es bleibt immer noch einiges übrig was ich nun gezielt einsetzen darf wie der Herr es zeigt. Das Schöne daran ist, ich leide keinen Mangel sondern das Gegenteil ist der Fall.

Ich sehe diesen Weg biblisch begründet. Wenn ich mein Leben Jesus übergebe, dann bedeutet es er ist der Herr über mich. Auch über meinen Geldbeutel. Als ich getauft wurde habe ich nicht meinen Geldbeutel hochgehoben um zu sagen darüber werde ich weiter selbst bestimmen, sondern ich habe mich ganz unter Wasser tauchen lassen.”

2 Kor. 9,10-11: Gott aber, der dem Sämann Saat und Brot schenkt, wird auch euch Saatgut geben. Er wird es wachsen lassen und dafür sorgen, dass eure Opferbereitschaft Früchte trägt. Ihr werdet alles so reichlich haben, dass ihr unbesorgt weitergeben könnt. Wenn wir dann eure Gabe überbringen, werden viele Menschen Gott dafür danken.

Geben ist seliger als Nehmen

Einen fröhlichen Geber hat Gott Lieb!!!

Fragen:

  1. Hast Du einmal auf besondere Weise in das Reich Gottes investiert und danach den Segen des Herrn wie nie zuvor erfahren?

 

  1. Welches Beispiel in der Bibel spricht Dich ganz besonders an in Bezug auf Geben?